Grundschule Dippach

MITTEILUNG: Notbetreuung während der Schulschließung

Achtung: Zur Notfallbetreuung muss dieses Formular von Ihnen und Ihrem Arbeitgeber ausgefüllt werden. Zur Anmeldung ist es jedoch noch nicht vorzulegen.

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Bitte kontaktieren Sie die Schule zu den regulären Zeiten, um eine Berechtigung zur Notbetreuung abzuklären.

Telefon: 036922/30918

gs.dippach@schulen-wak.de

Ausführende Hinweise zu den von der Notbetreuung erfassten Kindern
Stand: 24. April 2020

Gruppe A+: generelle Berechtigung zur Notbetreuung
mit „Ein-Elternteil-Regelung“

  1. Erfasste Eltern der Gruppe A+
    a. Die Notbetreuung steht offen, wenn ein Elternteil unmittelbar mit der Versorgung, Betreuung oder
    Behandlung von kranken oder pflegebedürftigen Personen betraut ist.
    Bei diesen Personen wird nicht geprüft, ob auch der zweite Elternteil zu einer berechtigten Berufsgruppe gehört. (Für alle übrigen Berufsgruppen bleibt es bei der 2-Eltern-Regelung.) Bei Personen
    der Gruppe A+ ist auch nicht erforderlich, dass der konkret betroffene Elternteil unabkömmlich ist
    zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes.
    b. Die Notbetreuung steht erwerbstätigen Alleinerziehenden offen. Zu den Alleinerziehenden gehören allein sorgeberechtigte Eltern. Außerdem Eltern, die ein gemeinsames Sorgerecht haben, aber
    getrennt leben oder geschieden sind und das Kind im eigenen Haushalt betreuen (auch Wechselmodell). Dabei sind andere Betreuungsmöglichkeiten durch weitere Personen im Haushalt auszuschöpfen.
  2. Verfahrensweise bei Eltern der Gruppe A+
    Elternteile der Gruppe A+, die in Abweichung von der Zwei-Eltern-Regel eine Notbetreuung in Anspruch nehmen wollen, benötigen eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers, dass sie unmittelbar mit
    der Versorgung, Betreuung oder Behandlung von kranken oder pflegebedürftigen Personen betraut
    sind.
    Bei erwerbstätigen Alleinerziehenden reicht die glaubhafte Darlegung der Lebenssituation. Eine
    Bestätigung über die regelmäßige Erwerbstätigkeit kann verlangt werden.

Gruppe A: generelle Teilnahme an der Notbetreuung
mit „Zwei-Elternteil-Regelung“

  1. Erfasste Eltern der Gruppe A
    Eine großzügige Notbetreuung findet statt für Personal im Gesundheits- und Pflegebereich oder mit
    Verantwortung für die öffentliche Sicherheit.
    Zum Gesundheits- und Pflegebereich zählen
    − das Gesundheitswesen (Arztpraxen, Krankenhäuser, Testlabore, Krankentransporte, Apotheken, Gesundheitsämter und ähnliche),
    − der Pflegebereich (Alten- oder Pflegeheime, ambulante Pflegedienste,
    − Betreuung von Menschen mit Behinderungen und ähnliche),
    − die stationäre Kinder- und Jugendhilfe,
    − die Herstellung, Überprüfung und Verteilung medizinischer oder pflegerischer Produkte.
    Zu den Bereichen mit Verantwortung für die öffentliche Sicherheit gehören
    − Behörden, die für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zuständig sind (Polizei, Feuerwehr,
    freiwillige Feuerwehr während der Bereitschaftszeiten),
    − der Katastrophenschutz (Technisches Hilfswerk und ähnliche),
    − Justizvollzugsanstalten.
  2. Verfahrensweise bei Eltern der Gruppe A
    Betriebe, die zur Gruppe A zählen, sollen mit vollständigem Personal arbeiten können; es ist deshalb nicht erforderlich, dass der konkret betroffene Elternteil unabkömmlich ist zur Aufrechterhaltung
    des Dienstbetriebes.
    Für Gruppe A reicht eine glaubhafte Darlegung, dass beide Eltern im Gesundheitsbereich bzw. in
    Bereichen der öffentlichen Sicherheit tätig sind. Eine Arbeitgeberbescheinigung ist nützlich, sollte
    aber nicht zwingend gefordert werden.
    Für Gruppe A gilt die Zwei-Eltern-Regelung. Das bedeutet, dass beide Eltern zur Notbetreuung berechtigt sein müssen. Die Notbetreuung steht auch Kindern offen, deren Eltern in zwei verschiedenen Gruppen tätig sind (etwa: Mutter Gruppe A und Vater Gruppe B).

Gruppe B: Teilnahme an der Notbetreuung nach konkretem Bedarf
mit „Zwei-Eltern-Regelung“

  1. Erfasste Eltern der Gruppe B
    a. Eltern, die zum betrieblichen Personal zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens gehören.
    Die Notbetreuung im Einzelfall wird gewährleistet für das betriebsnotwendige Personal in den nachfolgend abschließend aufgeführten Betrieben der kritischen Infrastruktur.
    aa. Kritische Infrastruktur im Sinne dieser Regelung
    Erste Voraussetzung für Gruppe B ist, dass die Eltern in einem der genannten Bereiche arbeiten.
    Dazu gehören:
    − Wasserversorgung,
    − Energieversorgung (Strom, Gas),
    − Entsorgungswirtschaft,
    − Kommunikation (einschließlich Post, digitale Infrastruktur),
    − Journalisten in der tagespolitischen Berichterstattung
    − Personenverkehr (Schiene und Straße, Autobahnen, Flugverkehr)
    − Grundversorgung mit Lebensmitteln (Produktion einschließlich Land und Viehwirtschaft, Verkauf und Logistik),
    − Reinigungspersonal,
    − Gerichte und Staatsanwaltschaften,
    − das für Kinderschutz zuständige Personal in den Jugendämtern,
    − kassenärztliche Vereinigung und der Landesärztekammer,
    − Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter, Sozialämter, Thüringer Aufbaubank
    − pädagogisches Personal der Schulen und Kindertageseinrichtungen
    bb. Betriebsnotwendiges Personal
    Bei Gruppe B gehen wir grundsätzlich davon aus, dass die genannten Betriebe ihre Aufgaben auch
    mit reduziertem Personalbestand erfüllen können. Eine Notbetreuung wird daher nur gewährleistet
    für die Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die für die Aufrechterhaltung des Betriebes
    unersetzbar sind. Diese Betriebsnotwendigkeit kann sich etwa aus Notfallplänen ergeben oder daraus, dass einzelne Personen über Spezialkenntnisse verfügen oder besondere Aufgaben wahrnehmen müssen. Zum betriebsnotwendigen Personal gehören alle Mitglieder von Krisenstäben.
    Bei pädagogischem Personal von Schulen und Kindertageseinrichtungen ist diese Bedingung erfüllt,
    sobald der Elternteil zum Präsenzunterricht in der Schule oder zur Notbetreuung in der Schule und
    der Kindertageseinrichtung herangezogen wird.
    b. Eltern, die am Präsenzunterricht teilnehmen
    Zur Gruppe B gehören auch Kinder von Schülerinnen, Schülern, Auszubildenden oder Studierenden, wenn diese wieder selbst am Präsenzunterricht teilnehmen.
  2. Verfahrensweise bei Eltern der Gruppe B
    Für die Gruppe B werden Arbeitgeber- bzw. Auftragsgeberbescheinigungen erbeten. Die Bescheinigung soll den konkreten Betrieb benennen und bestätigen, dass die konkrete Person zur Aufrechterhaltung des Betriebes unabkömmlich ist (mit stichwortartiger Begründung). Beim pädagogischen
    Personal ist eine Bestätigung der Schule oder der Kindertageseinrichtung über den Einsatz im Präsenzunterricht oder der Notbetreuung notwendig. Eltern, die am Präsenzunterricht teilnehmen, legen eine Bescheinigung über die Eigenschaft als Schülerin/Schüler, Auszubildende/Auszubildender
    oder Studentin/Student vor.
    Auch für Gruppe B gilt die Zwei-Eltern-Regelung. Das bedeutet, dass beide Eltern zur Notbetreuung
    berechtigt sein müssen. Die Notbetreuung steht auch Kindern offen, deren Eltern in zwei verschiedenen Gruppen tätig sind (etwa: Mutter Gruppe A und Vater Gruppe B).

Gruppe C: gefährdete Kinder

Eine Notbetreuung wird gewährleistet für Kinder, die aus Gründen des Kinderschutzes eine Schule,
Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege besuchen sollten. Auch hier gilt die Altersgrenze bis
zur 6. Jahrgangsstufe (mit Abweichungsmöglichkeit bei behinderungsbedingtem Betreuungsbedarf).
Es kommt in dieser Gruppe nicht darauf an, ob die Eltern die Betreuung selbst übernehmen oder
anderweitig sicherstellen könnten.
Für diese Kinder stellen die zuständigen Jugendämter auf Antrag der Eltern oder aus eigener Initiative Bescheinigungen aus, die keine nähere Begründung enthalten. Sie übermitteln diese Bescheinigung an die Eltern oder direkt an die betreuende Einrichtung.